Nächstenhilfe grossgeschrieben


Gemeinnützige Stiftungen helfen nachhaltig – Zwei neue Beispiele

Nächstenliebe im wahrsten Sinn des Wortes wird besonders groß geschrieben, wenn großzügige Stifter ihren Lebenserfolg mit der Gesellschaft teilen. Stiftungen geben vielfältige Impulse, indem sie gesellschaftliche Themen aktiv bereichern und gestalten. Besonders stark ist der Wille, Mitmenschen durch Stiftungen zu helfen, offensichtlich in Bayern ausgeprägt. Der Freistaat ist eines der stiftungsreichsten Bundesländer Deutschlands. Durch die Rummelsberger kamen jetzt aktuell wieder zwei neue Stiftungen hinzu.

Für die wichtige Hospizarbeit in Rummelsberger Senioreneinrichtungen richtete Christof Ihlo in Starnberg seine Stiftung ein. Nachdem seine Ehefrau Ingrid Engelmann-Ihlo bereits im vergangenen Jahr eine Stiftung zugunsten der Rummelsberger Hospizarbeit gründete und heute mehr denn je der Meinung ist, „Man kümmert sich nicht genug um Menschen im Sterben“, möchte nun auch ihr Mann gezielt Hospizprojekte und die Schulung ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern.

Diakon Thomas Schröder, Leiter der beiden Starnberger Senioreneinrichtungen, erklärte beim Festakt zur inzwischen 14. Rummelsberger Stiftung: „Gerade die Sterbebegleitung ist durch den normalen Pflegesatz nicht abgedeckt. Um so wichtiger ist die Unterstützung des Ehepaars Ihlo.“ Als Dank überreichte er eine Urkunde von Landesbischof Dr. Johannes Friedrich. Den besonderen Dank der Rummelsberger überbrachte auch Diakon Rüdiger Schweizer, Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter. Er freute sich, dass die Stifter mit ihrer zweiten Stiftung dauerhaft das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Hospizhelfer unterstützen möchten.

Eine Hilfe ganz anderer Art ist dem Sozialdienst des Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendrheumatologie in Garmisch-Partenkirchen gewidmet. Dort können Eltern, die ihre kranken Kinder während der oft langwierigen Therapie besuchen, im klinikeigenen „Elternhaus Villa Kunterbunt“ wohnen. Nach den Erfahrungen der behandelnden Ärzte ist es gerade für kleinere rheumakranke Kinder wichtig, dass ihre Eltern in der direkten Nähe sind und somit einen wichtigen Beitrag zur Therapie und Genesung leisten können.

Für Familie Pearman war das eine völlig neue Erfahrung, als ihr 17-jähriger Sohn Daniel an Gelenkrheuma erkrankte und Patient in der Kinder-Rheuma-Klinik wurde. „Wir wussten weder, dass es Rheuma bei Kindern und Jugendlichen überhaupt gibt, noch hatten wir zuvor von der Klinik gehört“, erklärt der fünffache Familienvater Paul Pearman. Durch Daniels Behandlung lernten die Pearmans sowohl das Klinikpersonal, als auch die jungen Mitpatienten kennen.
„Viele Patienten mussten ihren Klinikaufenthalt allein durchstehen. Das hat uns immer wieder beschäftigt. So kam uns die Idee, mit einer Stiftung den Familien rheumakranker Kinder zu helfen“, ergänzen Paul und Kathryn Pearman und fügen hinzu: „Jetzt wollen wir hoffen, dass unser Beispiel viele Nachahmer findet.“

Bei der Scheckübergabe des 10.000-Euro-Stiftungsgrundstocks bedankten sich der Leiter des Sozialdienstes, Diakon Martin Rummel-Siebert, und der Chefarzt der Klinik, Dr. Hartmut Michels, ebenso herzlich wie Diakon Mathias Kippenberg vom Rummelsberger Stiftungsforum bei der Familie.
Tilmann Ochner
 

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Setzen sich für Familien mit rheumakranken Kindern ein: Diakon Mathias Kippenberg und Chefarzt Dr. Hartmut Michels mit der Stifterfamilie Kathryn, Paul und Daniel Pearman sowie Diakon Martin Rummel-Siebert (von links). Foto: RA