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Erlebniswelt Bauernhof
Joseph Schmidt Stiftung ermöglichte Kindern aus der Großstadt ein
besonderes Erlebnis
Der Spaß kam bei den Gästen aus der Großstadt natürlich nicht zu kurz, als
sie den Bauhernhof des Auhof besuchten. Foto: RA
Hilpoltstein/Nürnberg. Für die Kinder aus der Großstadt war es ein Tag
voller Überraschungen. Für viele war es das erste Mal, dass Sie einem echten
Schaf gegenüberstanden. Ein Riesenhallo gab es auch, als die kleinen Gäste
eine Katzenmutter mit ihren Katzenbabys entdeckten. Die Freude war den
Jungen und Mädchen des Rummelsberger Kindergartens „Haus für Kinder“ in
Nürnberg anzusehen. Schließlich waren sie noch nie zuvor auf einem Bauernhof
gewesen.
Möglich geworden war der Ausflug aufs Land dank der Joseph Schmidt Stiftung,
die sich seit einigen Jahren für benachteiligte Kinder einsetzt. Der Stifter
ließ es sich nicht nehmen, die Kleinen bei ihrem Besuch zu begleiten, den
sie dem Bauernhof des Auhof abstatteten – einer großen Einrichtung der
Rummelsberger für Menschen mit Behinderung in Hilpoltstein.
Ein besonderer Moment war für die Kinder, als sie Kühe, Hühner und Hasen,
Ziegen und Pferde streicheln und sogar füttern durften. Ein Highlight war
auch das gemeinsame Brotbacken, bei dem die Kinder ihren eigenen Teig
mischten, mühsam kneteten und dann in einem großen Ofen backten. Ihr selbst
gebackenes Brot mundete den Kindern vorzüglich.
Nach dem Essen stand für die Kleinen noch eine Kutschfahrt rund ums Gelände
des Hofs auf dem Programm. Als großes Finale entführten die Erzieherinnen
die 20 Kinder aus verschiedenen Ländern auf den Kinderspielplatz des Auhofs.
Die Kinder konnten sich beim Rutschen und Klettern nach Herzenslust
austoben. Bevor sie die Heimreise antraten, bedankten sie sich sehr herzlich
bei dem Stifter.
Lukas Heger/RA
Rummelsberg. Vieles auszuprobieren und manchmal Grenzen zu überschreiten,
gehört zur Entwicklung junger Menschen. Doch Jugendliche geraten dabei immer
wieder in Gefahr. In den vergangenen Jahren sorgten Alkoholexzesse für
Schlagzeilen, und was Zigaretten betrifft, wird sich mancher später
wünschen, nicht schon in jungen Jahren damit angefangen zu haben. Um dem Weg
in die Sucht vorzubeugen, bietet der Jugendhilfeverbund Rummelsberg ein
Programm zur Suchtprävention an: „Drops“.
Drops (englisch für „Bonbon“) hilft mit verschiedenen
Bausteinen. Dazu gehören ein Informationsbesuch in der Suchtberatungsstelle
und ein Gespräch mit einem früheren Süchtigen. Außerdem werden Alternativen
zum Konsum von Drogen aufgezeigt. Mit erlebnispädagogischen Angeboten - wie
dem gemeinsamen Besuch eines Klettergartens oder einer Berg- oder
Klettertour - werden gezeigt, wie sich die Freizeit mit einer Menge Spaß in
der Gruppe, aber ohne böse Folgen verbringen lässt.
Während der Teilnahme an Drops führen die Jugendlichen eine
„Suchttagebuch“, in dem sie ihren täglichen Konsum dokumentieren. Darauf
aufbauend verpflichten sich die Jugendlichen, drei Gespräche mit einem
Suchtberater zu führen. Ziel dieser Gespräche ist es, kritisch über den
eigenen Suchtmittelkonsum nachzudenken, ihn einzuschränken oder zu beenden.
Am Ende von Drops steht ein Abschlusszertifikat und eine Belohnung für die
Gruppe – zum Beispiel der gemeinsame Besuch eines Spiels in der Allianz
Arena.
Zwölf Jugendliche absolvieren zur Zeit Drops. Die
Gesamtkosten schlagen mit rund 3.000 Euro zu Buche, die auch über Spenden
finanziert werden müssen. Einen Teil der Kosten trägt die Irmgwer-Stiftung.
Irmgard und Werner Singer haben sie Ende 2008 ins Leben gerufen, um jungen
Menschen mit Erziehungsproblemen zu helfen. Im vergangenen Jahr hat das
Ehepaar gemeinsam mit Mutter und Schwiegermutter rund 500 Euro an Spenden
gesammelt. Bei einem Besuch im Rummelsberger Kinder- und Jugendhilfeverbund
übergaben sie ihre Spende an Hans-Georg Schenker, den Leiter der
Einrichtung, und konnten sie sich von der hervorragenden Arbeit der
Mitarbeitenden vor Ort überzeugen.
Klaus Leder/RA
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Der Spaß kam bei den Gästen aus der Großstadt
natürlich nicht zu kurz, als sie den Bauernhof des Auhof besuchten. Foto: RA
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